Kuchen am Sonntag ist in vielen Familien ein festes Ritual, und ein Rührkuchen in der Kastenform ist dabei der verlässlichste Kandidat. Ersetzt du die Milch durch Milchkefir, bekommt der Teig eine feine Säure und der Kuchen eine besonders saftige, lockere Krume. Ideal auch für Kefir, der dir zum Trinken schon etwas zu sauer ist.
Zutaten
- 200 g weiche Butter
- 180 g Zucker
- 1 Packerl Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 3 Eier (Größe M), zimmerwarm
- Abrieb von 1 unbehandelten Zitrone
- 300 g glattes Weizenmehl (Type W 480)
- 1 Packerl Backpulver
- 200 ml Milchkefir, zimmerwarm
- 150 g Staubzucker
- 2 bis 3 EL Zitronensaft
Zubereitung
- Heize das Backrohr auf 175 °C Ober- und Unterhitze vor und fette eine Kastenform (30 cm) ein oder lege sie mit Backpapier aus.
- Schlage Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz mit dem Handmixer etwa 5 Minuten hell und cremig.
- Rühre die Eier einzeln unter, jedes etwa eine halbe Minute, und gib den Zitronenabrieb dazu.
- Mische Mehl und Backpulver und rühre es abwechselnd mit dem Milchkefir auf niedriger Stufe kurz unter, nur bis der Teig glatt ist.
- Fülle den Teig in die Form, streiche ihn glatt und backe den Kuchen 50 bis 55 Minuten. Mach die Stäbchenprobe: Am Holzstäbchen darf kein feuchter Teig mehr kleben.
- Lass den Kuchen 10 Minuten in der Form ruhen, stürze ihn auf ein Gitter und lass ihn abkühlen.
- Verrühre Staubzucker und Zitronensaft zu einem dickflüssigen Guss und verteile ihn auf dem lauwarmen Kuchen.
Warum Kefir den Kuchen besser macht
Die Säure im Kefir reagiert mit dem Backpulver und lockert den Teig zusätzlich. Gleichzeitig bindet die cremige Konsistenz mehr Feuchtigkeit als Milch, der Kuchen trocknet langsamer aus. Das funktioniert wie bei Buttermilch oder Joghurt, nur mit dem, was du ohnehin jeden Tag frisch im Glas hast.
Besonders gut eignet sich Kefir, der etwas zu lange gestanden hat oder sich in Molke und Topfen getrennt hat. Einfach kräftig verrühren und verwenden. Warum das passiert und wie du es beim nächsten Ansatz vermeidest, steht in Milchkefir-Probleme.
Für den typischen Riss in der Mitte schneidest du den Teig nach 15 Minuten Backzeit mit einem in Butter getauchten Messer der Länge nach ein.
Varianten
- Marmorkuchen: ein Drittel des Teigs mit 2 EL Backkakao und 1 EL Kefir verrühren, abwechselnd in die Form geben und mit einer Gabel spiralförmig durchziehen.
- Kirschkuchen: ein Glas Weichseln gut abtropfen lassen, leicht mit Mehl bestäuben und unter den Teig heben.
- Apfel-Zimt: zwei Äpfel in kleinen Würfeln und 1 TL Zimt, Zitronenguss weglassen und mit Staubzucker bestäuben.
- Mohn-Zitrone: 3 EL Waldviertler Graumohn in den Teig, dazu einen doppelten Zitronenguss.
Auch die Molke, die beim Labneh aus Kefir abtropft, kannst du verwenden: Sie ersetzt einen Teil des Kefirs, der Kuchen wird genauso saftig.
Aufbewahren
In Alufolie gewickelt oder in einer Kuchenbox bleibt der Kuchen drei bis vier Tage saftig. Er lässt sich auch gut einfrieren, am besten in Scheiben: So holst du dir einzelne Stücke zum Kaffee heraus, ohne den ganzen Kuchen aufzutauen.
Wenn bei dir regelmäßig mehr Kefir anfällt, als du trinkst, findest du weitere Ideen in Zu viel Kefir: was tun?.
Häufige Fragen
Kann ich den Kuchen in einer Gugelhupfform backen?
Geht es auch mit Kefir aus Ziegenmilch?
Kann ich die Butter durch Öl ersetzen?
Den Kefir dafür setzt du mit 20 g Milchkefir Knollen und 1 Liter Vollmilch an, 24 Stunden bei 20 bis 25 °C. Alle Schritte in Milchkefir selber machen, weitere Rezepte im Milchkefir-Ratgeber.
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